|
|
|
Mein Grossvater mütterlicherseits, hat sein Leben der Fliegerrei gewidmet. Nun scheint es an mir zu liegen diese Tradition oder Leidenschaft in unserer Familie aufrecht zu halten. Nachfolgend ein historisches Bild aus seiner Zeit. |
|
|
|
|
|
Schon in frühster Kindheit haben mich alle Dinge rund ums fliegen fasziniert. Ich kann mich noch sehr gut erinnern als ich ungefähr 7 Jahre alt war, hat mir mein Onkel ein Modellflieger mitgebracht. Er hat ihn mit mir zusammen aufgebaut, d.h. ich habe zugesehen und er gebaut. Es war ein einfacher Schleudersegler mit ca. 1m Spannweite. Als ich mit 9 Jahren bei meiner Patentante in Genf war, hat mir ihr Sohn Malte einen Katalog über Modellbauzubehör gezeigt. Wir sind auch regelmässig zum Flugplatz gelaufen und haben den grossen Passagierflugzeugen bei den Starts und Landungen zugesehen. Ich war von Anfang an fasziniert. |
|
|
|
|
|
Einige Jahre später hatte ich in Bandol, weil ich ja sehr faul war, Deutsch als Freifach gewählt und dem entsprechend genug Zeit um während dem Unterricht ein Modellsegler zu entwerfen. Ich hatte alles berechtet und aufgezeichnet. Das Modell wurde von mir leider nie fertig gestellt obwohl ein guter Teil bereits gebaut war. Ich hatte alles selber ausgeschnitten, ja sogar das schwierigste, die Rippen hatte ich selber gemacht. Für die alten Hasen alles keine Sache, das hat man früher immer so gemacht. |
|
|
|
|
|
Es folgten sehr viele andere Interessen und der Modellflug wurde zur Seite gelegt bis eines Tages im Winter 1992, Konstantin, der jüngste Spross der Familie Wohlwend damals ungefähr 16 Jahre alt, mir von seinem Modellsegler erzählte. Er war es schliesslich auch, der mir das fliegen beibrachte. Hier nochmals ein grosses Dankeschön an Konsti. Immerhin habe ich es schlussendlich 1999 und 2001 (mit dem Sun Wind von CHK) zum Landesmeister in der Klasse der Elektrosegler geschafft. Ein toller Erfolg für mich. |
|
|
|
Seit damals bin ich Mitglied der MFGL (Modellfluggruppe Liechtenstein) und geniesse das intensive Vereinsleben. Neben Weltklassepiloten, wie Wolfgang und Roland Matt, fliegen zu können ist schon etwas besonderes. Immerhin hat Wolfgang alles gewonnen was es zu gewinnen gab, Weltweister- und Europameistertitel um die grössten Erfolge zu nennen, ausserdem wurde er "Sportler des Jahrhundert" für das Fürstentum Liechtenstein gewählt. Übrigens haben Wolfgang und Roland seit neustem eine eigene Homepage, eine sehr gelungene und interessante Seite. Seit Herbst 2000 bin ich zusätzlich Mitglied der Fluggruppe Falknis, wo ich das Helifliegen mit Dani Krättli als Lehrer erlernt habe. |
![]() Wolfgang Matt - Weltklassepilot (Foto Ionia) |
|
Im Sommer 1994 haben wir (Konstantin und ich) einen Ausflug in die manntragende Segelfliegerei gemacht. Wir haben beide, in nur einer Woche, unseren ersten Alleinflug absolvieren. Magdeburg hatte ich aus historischen Gründen ausgewählt, denn mein Grossvater war in dieser Flugschule nicht nur Mitbegründer der deutschen Segelflugkultur sondern auch Jahrzehnte lang Initiator und Fluglehrer. Alle meine eigenen Fluglehrer hatten bei meinem Grossvater als junge Mädchen und Buben das Fliegen erlernt. Somit war der Kreis wieder geschlossen. |
![]() Dies ist nicht etwa mein neustes Modell, sondern ein Ultra Leicht Flugzeug (C22 von Ikarus) |
|
Als Agi mit Ionia schwanger war, fing ich an mir Sorgen um meine Sicherheit beim Segelfliegen zu machen. Damals versuchte ich meine Ausbildung zum Segelflieger in der Schweiz (Bad Ragaz) zu beenden. Alle Piloten hatten zwar immer einen Fallschirm bei sich, ich fing jedoch an zu zweifeln, ob beim fliegen in den Bergen, auf Grund der oft geringen Höhe, überhaupt eine Chance hat den Flieger rechtzeitig zu verlassen. Diese Erkenntnis und die Verantwortung als baldiger Familienvater bewogen mich das Segelfliegen vorläufig auf zu geben. |
![]() Ich warte auf meinen Fluglehrer um meinen Prüfungsflug zu absolvieren. |
|
Die Pause dauerte so lange bis ich die Gelegenheit bekam in Frankreich eine UL Schulung (Ultra Leicht oder ULM wie die Franzosen sagen) zu absolvieren. Eine schweizer Flugschule organisiert jeden Monat eine Woche Intensivschulung auf einem 3-Achs gesteuerten C22 und gewichtsgesteuerten 2-Achser (Pendulair - motorisierter Drachen) von Cosmos. |
![]() Hans Ruedi gibt seiner Liebsten die letzten guten Ratschläge vor dem Flug mit dem Cosmos... |
|
Erfreulicherweise haben mich Silvia und Hans Ruedi Baumgartner, ein befreundetes Ehepaar und Modellflugkollegen, nach Frankreich begleitet. Zusammen hatten wir sehr viel Spass und die zwei konnten am Monntag (dem Beginn der Schulung) je zwei Schnupperflüge auf beiden Mustern machen. |
![]() ...und beobachtet mit der Kamera ihre Landung. |
|
Hans Ruedi hat ja schon allerlei fliegerisches hinter sich (Motorflug, Kunstflug, Segelflug, Gleitschirm), es war also nicht ganz neu für ihn. Sehr gefreut hat es mich zu sehen wie leicht es Silvia fiel die 2 Schnupperflüge zu absolvieren und zu geniessen. Ich bin überzeugt, dass dies nicht deren letzten Flüge waren und wir zusammen (sobald ich meinen Flugschein in der Tasche habe) noch öfters nach Frankreich fliegen gehen werden. Nochmals vielen Dank an Silvia und Hans Ruedi für die Begleitung. |
|
|
![]() Franz, unser Fluglehrer, erklärt Silvia die Instrumente |
|
Die unten zu sehende Ikarus C22 blieb leider ab Dienstag nach einem Motorschaden am Boden. Zum Glück hatte Franz einen so guten Ruf, dass Martin, ein anderer UL-Besitzer uns, bzw. mir seine Maschine für den Rest der Woche überliess. Am Donnerstag war ich dann so weit, nach einem kurzen Navigationsflug durfte ich allein in die Luft. Franz erteilte mir die Erlaubnis zu fliegen wann immer ich wollte, das war einfach herrlich, es wird so selbstverständlich wie in ein Autio zu steigen und eine Runde zu drehen, wobei es allerdings viel mehr Spass macht. |
![]() Die C22 muss leider mit Motorschaden am Boden bleiben |
|
Am Freitag Nachmittag durfte ich meine praktische Prüfung ablegen, die gar nicht so einfach ist und hauptsächlich aus Notlandungen und Navigation besteht. Obwohl diese UL's mit einem Notschirm ausgerüstet sind (dies ist der Grund warum ich überhaupt wieder fliege) wird bei der Ausbildung grössten Wert auf Sicherheit gelegt. Dies und das absolute Mega Feeling machen Ultra-Leicht fliegen zu einer der schönsten Beschäftigungen die ich kenne. |
![]() Franz und Martin, zwei super Fliegerkollegen in ihrem UL |
|
|
|
|