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Inhalt: Lebendig geblieben sind die Erinnerungen an zauberhafte Stimmungen, an traumhaft schöne Küsten und Landschaften, aber vor allem an Menschen, die sie mit leisem Spott und liebenswert ironischem Charakter zu schildern weiß. Jutta Ohligschläger illustriert mit taktvollem Humor textliche Pointen mit farbigen Cartoons. (© 2001 DaKaeLag/Edition Seemeile) Fazit: Christa
Tauern hat keines der üblichen Frauenbücher geschrieben, wo es um
irgendeinen Lover und erfundene Problematiken geht. Hier geht's um eine
wahre Geschichte, eine, die tatsächlich so statt- Einfach
köstlich, wenn man die Skipperin auf ihren geheimsten Gedankengängen
über ihre Mitmenschen begleitet. So trifft sie beispielsweise auf eine
Mitseglerin - ganz Dame in Hotpants, die "mehr zeigten, als sie
verbergen konnten" - und deren Problem der Schlaflosigkeit, weshalb
ihr "der Nervenarzt den B-Schein-Kurs für Segeln in Küstengewässern
und anschließenden Hochseeaufenthalt verordnet habe". Der
Skipperin klappt nur noch der Unterkiefer herunter, weil sie ihr Schiff
künftig schon als "Sanatorium" wähnt! Aber es kommt ja noch
schöner: "Später kauften wir ein. Die Dame wollte noch einen
Sonnenhut haben, und während sie unzählige Modelle anprobierte, weil
er unbedingt zartlila sein sollte, plauderte sie von ihren Kindern, die
ihre violetten Augen mit den schwarzen Wimpern geerbt hätten, von ihrem
übersprudelnden Temperament, dass sie meistens für viiiel jünger
gehalten würde, und dass sie in psychotherapeutischer Behandlung sei.
Da ihre bevorzugte Farbe, nach Augen und Hut zu urteilen, Violett zu
sein schien, taufte ich sie heimlich ‚Viola'." Christa
Tauerns Buch ist aber auch gleichzeitig ein Reiseführer, der an die
entlegensten Stellen dieser Welt entführt und so ganz nebenbei auch
noch Segelkenntnisse - mit Witz und Esprit - vermittelt. Nicht ganz
unschuldig daran sind auch die Cartoons von Jutta Ohligschläger, die
einzelne Begebenheiten nochmal so richtig in Szene setzen. |